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Dugi Otok

Für einen zauberhaften Urlaub braucht man keine Zauberformel. Es genügt, eine Landkarte in die Hand zu nehmen und darauf Kroatien, das antike Zadar und Dugi Otok zu suchen. Naturkundlich ist die Insel voll besonderer Kontraste. Sie ist mit über 45 km Länge und 1- 4 km Breite die größte Insel der norddalmatinischen Inselgruppe. Der höchste Gipfel ist Vela Straža mit 338 m Höhe. Die südwestliche Seite der Insel ist steil, mit atemberaubenden Klippen, zahlreichen Buchten und Lagunen, wobei die Buchten von Sakarun und Telašæica die bedeutendsten sind. 

Der Stolz dieser Insel ist die traumhaft schöne Landschaft mit dem herausragenden Leuchtturm Punta Bianca auf dem Kap Veli Rat auf der nordwestlichen Seite sowie der Naturpark Telašæica auf der südöstlichen Seite.

Auf der Insel leben etwa 1500 Bewohner in 12 Ortschaften. Alle Ortschaften sind durch eine schöne Panoramastraße miteinander verbunden. Die Meeresfrüchte und die verschiedenen Früchte des Karstes schaffen auf der Insel ein ökologisches Gleichgewicht.

Die Insel ist leicht mit Fähren und schnellen Motorbooten vom Festland aus zu erreichen. Wenn man die vielen attraktiven Touristenorte und Naturschönheiten betrachtet, ist Dugi Otok nicht zuletzt dank seiner Synthese von Tradition und Moderne ein besonders wertvolles Reiseziel.

Auf die Insel Dugi Otok zu kommen bedeutet, das ursprüngliche Ich zu finden. An den Stränden von Dugi Otok die Seele baumeln zu lassen, allein oder in Gesellschaft oder im unvergleichlich kristallklaren Meer zu baden, bedeutet Erholung für Körper und Geist. In Sali und Božava können Sie Mitglied des Tauchclubs (Tauchschule) werden und den schweigsamen Fischen gleich das Meer erkunden.

Jeder Ort auf Dugi Otok hat ein eigenes Volksfest, das Lebensfreude und mediterrane Kultur mit den Besonderheiten des jeweiligen Ortes verbindet: Eselrennen, Volkstänze, Theateraufführungen und Konzerte lassen im Ambiente der Inselarchitektur die verborgensten Träume wahr werden.

Die Bucht Sakarun, ein Strand voll von weißem Quarzsand und von Kieselsteinen, umrahmt von Pinienwäldern, und das türkisblaue Meer sind der richtige Platz zum Relaxen und Genießen.

Kulturerbe

Die Insel Dugi Otok ist für ihre zahlreichen kulturhistorischen Denkmäler bekannt.

Eine der wichtisten Sakralbauten ist die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Sali.
Im Lapidarium dieser Kirche werden zwei Fragmente aus Steinplastik aufbewahrt, die mit einem dreisträngigen Ornament geschmückt sind. Diese Fragmente sind Teile des gleichen Balusters, der sekundär als Grabstein benutzt wurde. Solche Funde aus dem Frühmittelalter gibt es reichlich. Ihre Entstehungszeit wird zwischen dem Ende des 9. und dem Ende des 10. Jahrhunderts vermutet, was wiederum bedeutet, dass diese Kirche in ihrer ältesten Phase bereits in der vorromanischen Zeit existierte.
Die Kirche wurde im Jahre 1465 zerstört und an ihrer Stelle wurde eine größere erbaut. Diese wird dem einheimischen Meister Juraj Lukaèeviæ zugeschrieben. Im Jahr 1561 wurde sie dadurch verändert, indem ein neues Portal und ein Weihwasserbecken im Renaissancestil errichtet wurden. Zwanzig Jahre später wurde das Sanktuarium zerstört, damit ein breiter dreischiffiger Raum mit einer Sakristei erbaut werden konnte. Zu dieser Zeit bekam die Kirche den Grundriss eines lateinischen Kreuzes.

Außerdem wurden 4 Fenster in Lünettenform eingefügt, wodurch der dreischiffige Raum erhöht wurde. Eine einfache, aber präzise Zeichnung ist zu erwähnen, die im nördlichen Kirchenteil zwei Schiffe darstellt. Das größere Schiff ist ein Segelschiff mit drei Masten und einem Abhang. Es hat eine Kabine auf dem Bug und einen hohen Überbau auf dem Heck. Der Schiffstyp entspricht den mediterranen Schiffen vom Ende des XV. und Anfang des XVI. Jahrhunderts. Das kleinere Schiff hat einen Mast und ein lateinisches Segel.

Der monumentale hölzerne Altar stammt aus dem 17. Jh. und hat eine Reliefplatte im Barockstil mit zwei später hinzugefügten Renaissancebildern, die eigentlich einen Teil des zerstörten Polyptychons bilden. Das sind Bilder der "Mutter Gottes" und des "Toten Christi". Eine Zeichnung, eine Skulptur und einige Gegenstände auf diesen Bildern weisen auf den Kreis von Padua aus der zweiten Hälfte des XV. Jhs. hin. Von den Goldschmiedearbeiten sind ein paar Prozessionskreuze und Kelche im Barockstil bemerkenswert, die ohne Zweifel von den Goldschmieden aus Zadar stammen. Die anderen Kirchen sind die Kirche des Hl. Rocco aus dem Jahr 1644 und die Kapelle der Kleinen Muttergottes am Hafeneingang (Punta Bluda) sowie die Kirche des Hl. Nikolaus.

Außerdem gibt es auch eine Reihe von anderen Kirchen, die größtenteils aus der vorromanischen Zeit stammen wie z.B. die Kirche des Hl. Viktor auf dem Bergrücken Citorij und die des Hl. Johannes in Štivanje polje. Es gibt auch einige Kirchen, die aus der frühchristlichen Zeit stammen, wie z.B. Crkvina oder der Hl. Lukas auf der Position Èuh und die Überreste einer kleineren Kirche auf dem Berg Koženjak.

Hl. Pelegrinus, Savar

Der Hl. Pelegrinus (Denkmal der höchsten Kategorie) ist ein vorromanisches Gebäude in zentrischer Form, mit quadratischem Grundriss und mit einer eiförmigen Kuppel, die auf Trompen steht. Obwohl man sich bezüglich der Datierung nicht einig ist, finden einige Wissenschaftler, dass das Denkmal noch vor dem 9. Jh. entstanden sein könnte. Es stellt ein originelles Beispiel aus dieser Bauzeit dar.

Crkvina, Sali

Die Ruinen einer kleineren Kirche, die man im Volksmund Crkvina nannte, befinden sich auf dem Hügel Sukavac, auf der südöstlichen Seite der Insel Dugi Otok und inmitten der Halbinsel, die von der nördlichen Seite die Bucht Telašæica bei Sali umschließt.
Die Kirche besteht aus einem longitudinalen, rechteckigen 5 x 3,70 m großen Kirchenschiff und aus einer halbrunden Apsis, die 2,50 m breit und 1,70 m tief ist. Nach Meinung von A.R. Filipi war diese Kirche wahrscheinlich dem Hl. Lukas geweiht.

Koženjak, Sali

Einige Bauruinen sowie Fragmente einiger Kirchenmöbel (zwei Balusterfragmente und ein Impostkapitel). Leider wurden auf Koženjak bei Sali keine archäologischen Forschungen durchgeführt, daher gibt es keine Vorstellungen, wie die Kirche, von der diese Fragmente der Möbel stammen, ausgesehen haben könnte.

Petricioli datiert sie in die vorromanische Zeit und vermutet, dass sie wahrscheinlich auf den Ruinen eines römischen Objektes errichtet wurde. Nach Annahmen von Z. Gunjaèa könnten diese Ruinen einer spätantiken (byzantinischen) Festung entstammen.
Der wahre Zustand der archäologischen Funde in Koženjak bei Sali wird erst nach einer Auswertung durch Fachexperten feststehen.

Kirche Hl. Viktors, Sali

Auf dem Bergrücken von Štivanja gora stehen die Überreste der Kirche des Hl. Viktor. Die vorromanische Altarschranke sieht sehr bescheiden aus und ist schlicht ausgeführt. Sie wird aufgrund dieser Eigenschaften in eine frühe Zeit, zwischen Mitte des 8. und Mitte des 9. Jhs. datiert. Es gibt jedoch Hinweise, dass sie auch aus der früheren bzw. aus der frühchristlichen Zeit stammen könnte, da ähnliche Kirchen zur Anbetung des Hl. Viktor in frühchristlicher Zeit erbaut wurden.
Die Anbetung des Hl. Viktor kommt in der dalmatinischen Region sehr selten vor und diese Kirche ist zugleich die einzige, die einen Titular hat. Der heilige Viktor war ein Heiliger und Märtyrer aus der frühchristlichen Zeit. Deswegen datieren die Kirchen zu seiner Anbetung auch hauptsächlich aus dieser frühchristlichen Zeit.

Kirche Hl. Johannes, Sali

Die Kirche des Hl. Johannes wird schon sehr früh in den Urkunden erwähnt. Ihr ältestes Andenken datiert aus dem Jahr 1064 oder 1065, als sie unter dem Namen Cella Sancti Iohannis erwähnt wurde. Aufgrund der archäologischen Funde meint Petricioli, dass diese Kirche teils auf den Ruinen eines römischen Objektes errichtet worden sei. Deswegen setzt er ihre Entstehungszeit in die vorromanische Zeit (9. Jh.). In neueren Arbeiten werden jedoch Schlussfolgerungen gezogen, wonach die Kirche aus einer früheren Zeit stammn könnte bzw. zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert entstanden sein mag. In der vorromanischen Zeit wurde angebaut, wovon Überreste aus Steinplastik aus dieser Zeit zeugen. Der Bau ging auch während der Romanik und Gotik weiter, was die schriftlichen Quellen und ein gefundenes Fragment der romanischen Konsole bestätigen.

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